BM Grundlagen der Neurowissenschaften

Kurzbeschreibung der Lerninhalte des Basismoduls

 

Das Wissen um die neurobiologischen Bau- und Funktionsprinzipien ist die Voraus-setzung dafür, Zusammenhänge zwischen Gehirn und kognitiven, psychischen

und emotionalen Prozessen verstehen zu können. Daher werden Sie im Basis-

modul zunächst die Grundlagen der Neurowissenschaften kennenlernen.

 

  • Die Geschichte der Gehirnforschung

    Naturwissenschaftliche Erkenntnisse, Theorien und Konzepte verändern sich im Laufe der Zeit und heutiges Wissen hat seine Wurzeln immer in der Vergangenheit. Das gilt ganz besonders für die Hirnforschung. Zu Beginn des Basismoduls gehen wir daher mit Ihnen auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Gehirnforschung.

 

  • Aufbau und Struktur der Nervenzelle

    Ein Gehirn gleicht in gewisser Weise einer Schaltzentrale, in der unzählige Prozesse gleichzeitig koordiniert und verrechnet werden. Signale, die von den Sinnesorganen eingehen sowie Informationen über den aktuellen Zustand des Körpers werden dort ebenso bearbeitet wie willentliche Entscheidungen und unwillentliche Reaktionen auf bestimmte innere und äußere Reize. In diesem Kapitel betrachten wir daher zunächst den kleinsten "Baustein" unseres Gehirns - die Nervenzelle (Neuron). Wenn wir verstehen, wie ein Neuron arbeitet, können wir leichter nachvollziehen, wie neuronale Schaltkreise funktionieren, und letztlich auch, wie unser Gehirn arbeitet.

 

  • Funktionsweise der Nervenzelle

    Die Nervenzelle hat die Aufgabe, Reize unserer Umwelt oder aus dem Inneren des Körpers an unser Gehirn zu melden und von diesem Befehle entgegenzunehmen. Das alles geschieht über elektrische Impulse - der "Sprache" des Gehirns. Aber wie funktioniert die Reizweiterleitung über elektrische Impulse? In diesem Kapitel werden wir dieser Frage auf den Grund gehen.

 

  • Nervenzellen im Aktionsverbund

    Die überwältigende Mehrheit der Neuronen interagiert mit ihresgleichen, nämlich mit anderen Neuronen. Es können aber auch andere Zelltypen in das System des Signaltransports und der Signalverarbeitungen involviert sein. So können am Anfang einer Signalkette Sinneszellen stehen, die ihre Signale auf Neuronen übertragen. Und am Ende einer Signalkette können Drüsen- oder Muskelzellen die Signale von Neuronen aufnehmen und in bestimmte zelluläre Reaktionen umsetzen. Schauen wir uns also in diesem Kapitel an, wie Neuronen mit Neuronen interagieren, wie Sinneszellen Neuronen aktivieren, und schließlich, auf welche Weise Neuronen Signale an Körperzellen übermitteln.

 

  • Nervensysteme im Tierreich

    Einer der offensichtlichsten Trends der Evolution ist die schrittweise Zunahme an Komplexität. Sehr alte, also in der Evolutionsgeschichte sehr früh entstandene Organismen, besitzen in aller Regel einfach organisierte Gewebe und Organe und haben einen recht simplen Grundbauplan. Später entstandene Spezies weisen deutlich komplexere Gewebe, Organe (besonders Sinnesorgane) und Baupläne auf. Es gibt nämlich einerseits durchaus verschiedene Baukonzepte, aber andererseits auch überraschend große Ähnlichkeiten, die Sie in diesem Kapitel kennenlernen werden. Der Grundbauplan unseres Gehirns ist durchaus nichts Einmaliges. 

 

  • Das menschliche Gehirn

    Das menschliche Gehirn ist für viele Menschen das mit Abstand interessanteste Organ. Über kaum eine andere Struktur wird so intensiv und konträr diskutiert, kaum ein anderes Organ wird momentan so intensiv erforscht, kein anderes weist eine derartige Komplexität auf, und über kein anderes kursieren so viele Vermutungen, Gerüchte und Mythen. Nicht zuletzt erhält das Gehirn in der Wertung einen besonderen Status, weil das Gehirn der Produzent oder der Sitz unseres Verstandes darstellt. Sie werden daher in diesem Kapitel sowohl die einzelnen anatomischen Komponenten und Systeme als auch die Funktionen und Funktionsweise des Gehirns kennenlernen.

 

  • Signalwege am Beispiel von Stressreaktionen

    Im letzten Kapitel werden wir uns damit beschäftigen, wie einzelne Strukturen des Gehirns miteinander kooperieren, und wie durch diese Zusammenarbeit Signalwege entstehen und Reaktionen koordiniert werden. Am Beispiel von Stressreaktionen werden wir erfahren, auf welch vielfältige Weise unser Organismus Informationen verarbeiten kann und in welch unterschiedliche Resultate diese Informationsverarbeitungen münden können.

 

  • Ergänzungen

    Zu den fachlichen Inhalten werden auch immer praktische Anwendungsmöglichkeiten und Beispiele aufgezeigt. Darüber hinaus werden praxisorientierte Übungen, Gruppen- oder Einzelarbeiten sowie Experimente durchgeführt.

BM Grundlagen der Neurowissenschaften
Dozent: Torsten Seelbach

Geschäftsführender Gesellschafter der TS Holding GmbH und Geschäftsführer der AON GmbH